Lesung und Vortrag mit Ronny Blaschke
Dienstag, 19. Februar 2013
Beginn: 19 Uhr
Fanprojekt Darmstadt, Erbacherstraße 1

Flyer

Homosexualität gilt als letztes Tabu im Profifußball. Aus Furcht vor öffentlichen Reaktionen und dem Verlust von Sponsoren hat sich bisher noch kein namhafter Spieler geoutet. Der ehemalige DDR-Juniorennationalspieler Marcus Urban hat sich als erster Kicker ausführlich in der Öffentlichkeit zum Thema geäußert. Weil Urban um seine Zukunft als Fußballer fürchtete, verschwieg er seine Homosexualität. Im Buch „Versteckspieler“ schildert der Berliner Journalist Ronny Blaschke Urbans seelische Zerrissenheit, aus der er sich erst spät befreite. In Darmstadt wird Blaschke aus seinem Buch vorlesen und über Männlichkeitskult und Homophobie im Fußball sprechen.
Es gibt kein anderes öffentliches Setting, wo Schwulenfeindlichkeit so leicht ausgelebt werden kann wie im Stadion.

VERGANGENE VERANSTALTUNGEN:

Ladyfest
Samstag, 24. November 2012
Oetinger Villa Darmstadt

Workshops, Bands, DJs, Food und mehr: www.ladyfest-darmstadt.de
ladyfest

Vortrag & Diskussion mit Paul Wellsow: Nazi-Terror unter den Augen des Staates
Donnerstag, 22. November 2012
DGB-Haus Darmstadt

Zehn Morde, mehrere Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle gehen auf das Konto des »Nationalsozialistischen Untergrundes«. Die Täter waren keine isolierte Zelle, sondern fest in organisierte Strukturen der Neonazi-Szene eingebettet. Der Staat hat bei der Bekämpfung dieser Strukturen versagt – war er auf dem rechten Auge blind?

Dreizehn Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht.

Im April 2006 ermordete der NSU Halit Yozgat in Kassel. Nur Zufall oder eher das Ergebnis langjähriger und enger Kontakte zwischen Neonazis aus Hessen und Thüringen?

Etwa ein Jahr nach dem eher zufälligen Bekanntwerden des NSU stellt sich die Frage nach einem Zwischenfazit.

Der Referent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag und publiziert regelmäßig in den Zeitschriften Analyse & Kritik und Der Rechte Rand.

Vortrag & Diskussion mit Michael Weiss (APABIZ e.V.):
Die extreme Rechte im Rhein-Main-Gebiet
Freitag, 06. Juli 2012 18:30
Altes Hauptgebäude der TU Darmstadt (Raum S 103/113)

Im Rahmen der Berichterstattung zu den Ermittlungen gegen die Mitglieder des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“, geriet in den letzten Monaten wiederholt die Neonaziszene der neuen Bundesländer in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit. Dies trägt zwar einerseits zu einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit bei, lässt neonazistische Gewalt und Rechtsterrorismus jedoch gleichzeitig als „ostdeutsche Phänomene“ erscheinen.

Doch ist in den alten Bundesländern allgemein und speziell in Hessen, bzw. dem Rhein-Main-Gebiet alles „anders“ oder „besser“ als im Osten der Bundesrepublik? Eher scheint es in Hessen wie in keinem anderen Bundesland gelungen zu sein, die Dimension des Neonazismus aus dem öffentlichen Bewusstsein zu drängen. Während Polizeiberichte neonazistische Konzerte und Übergriffe verschweigen und neonazistische Gruppen als „rechtsorientierte Jugendliche“ deklariert werden, verweist die Politik gern selbstgefällig auf ihre „harte Linie gegen rechts“.

Im Vortrag wird deutlich, dass sich die neonazistischen Strukturen der Rhein-Main-Region bei näherem Hinsehen keineswegs von jenen unterscheiden, die die Entstehung des NSU begünstigten: Neben lokalen NPD-Hochburgen lässt sich auch hier eine starke Dynamik in der Gründung von Kameradschaften und die Herausbildung extrem rechter Lebenswelten jenseits fester Organisationen beobachten.

Die Veranstalter_innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Ringvorlesung des AStA der TU Darmstadt im Sommersemester 2012

Unter dem Titel „Geschlossene Gesellschaft? – Inklusion und Exklusion in Deutschland“ geht die Ringvorlesung des AStA der TU Darmstadt dieses Sommersemester der Frage nach, wie sich die Gesellschaft über Ein- und Ausschlussmechanismen konsituiert.

Unten stehend findet Ihr Termine und Titel zu den einzelnen Veranstaltungen, weitere Informationen könnt Ihr der Website des AStA entnehmen.

Beginn ist jeweils um 18 Uhr 30:

Elitenbildung in Deutschland – Prof. Dr. Hartmann
25.04. – 603qm

Sarrazin, Sloterdijk und die „rohe Bürgerlichkeit“ – Dr. David Salomon
09.05.2012 – 603qm

Antisemitismus im wiedervereinigten Deutschland – Dr. Stephan Grigat
23.05.2012 – 603qm

Überwachung und soziale Proteste – Matthias Monroy
30.05.2012 – Schlosskeller

Antiziganismus in Deuschland – Roswitha Scholz
06.06 – 603qm

Vom Rassismus zur kulturellen Diskriminierung – Dr. Olga Zitzelsberger
13.06. – Schlosskeller

Die soziale Herstellung des biologischen Geschlechts – Dr. Heinz Jürgen Voß
20.06. – 603qm

Antimuslimischer Rassismus in Deutschland – Jörn Schulz
04.07 – 603qm