Offener Brief an Amazon

Bei einem der wohl bekanntesten Onlineanbieter für Bücher und auch sonst fast alles wird ganz offensichtlich auch Naziliteratur vertrieben bzw. die entsprechende Plattform geliefert1. Während bei anderen Unternehmen teilweise konsequent gegen neonazistische Propaganda vorgegangen wird – bei ebay gibt es etwa die Möglichkeit zur Meldung derartigen Materials – ziert sich Amazon, offensiv vorzugehen; hier soll unser Brief nachhelfen.

An dieser Stelle gibt es den ganzen Brief samt Anlagen zum nachlesen.

  1. Genauer gesagt bietet Amazon Privatanbieter_innen die Möglichkeit, NS-Literatur zu vertreiben. [zurück]

Infotelefon

Die Möglichkeit sich – bei Problemen oder für Hinweise – telefonisch mit uns in Verbindung zu setzen besteht unter: 0157 / 85 76 75 37.

Vorstellungsrunde

Die Anti-Nazi-Koordination Darmstadt ist ein antifaschistisches Bündnis außerparlamentarischer Gruppen und Einzelpersonen aus Darmstadt und Südhessen. Wir haben uns 2007 gegründet, nachdem Neonazis in den Jahren zuvor versucht hatten, sich mit Veranstaltungen und Konzerten im Darmstädter Raum zu etablieren, bzw. nachdem es wiederholt zu gewalttätigen Übergriffen durch Neonazis kam1.

Ziel unserer Arbeit ist es, heute wie damals, den öffentlichen Raum gegen Neonazis und ihre Ideologie zu verteidigen und darüber hinaus den Aufbau antifaschistischer Gegenkultur zu fördern. Neben kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit zu extrem rechten und neonazistischen Vorfällen starteten wir im Jahr 2008 die Initiative „Kein Bier für Nazis“, an der sich zahlreiche Darmstädter Kneipen, Clubs und Cafés beteiligten, indem sie den „Kein Bier für Nazis“-Sticker deutlich sichtbar im Thekenbereich platzierten und die Broschüre zur Initiative auslegten.

In den nächsten Wochen steht unter dem Motto „Kein Platz für Nazis“ die Neuauflage von Initiative und Broschüre an. Letztere wir rund achtzig Seiten umfassen und neben einem Überblick über Neonazi-Strukturen in Südhessen, unter anderem Artikel zu den Themen Rechtsterrorismus, menschenverachtende Einstellungen im Fußball und Neonazi-Lifestyles beinhalten. Eine kostenlose Downloadmöglichkeit wird es hier auf dem Blog geben, wir empfehlen Euch jedoch einfach in einer der Lokalitäten, die sich an der Kampagne beteiligen, was Leckeres trinken zu gehen und dort kostenlos ein druckfrisches Exemplar zu ergattern.

ANK Darmstadt

  1. Vgl. hierzu unsere Chronik [zurück]